Stormarnweg zwischen Großensee und Großhansdorf

Gestern war ich mit dem Rad auf dem Stormarnweg zwischen Großensee und Großhansdorf unterwegs.

Ca. 30 Grad waren angesagt… na klar, wenn X und ich losfahren, dann immer an einem der heißesten Tage im Jahr. Etwa um halb 11 Uhr ging es gut ausgerüstet (Wasser und Badezeug) ab Bargteheide los. Der Plan war, mit dem Rad auf schnellen Wegen nach Großensee zu fahren, dort die Mittagshitze irgendwo im Schatten zu überstehen und eventuell noch zu baden. Ab Großensee wollten wir dann den Stormarnweg zurück bis Bargteheide erkunden.

Über Hammoor, Todendorf, Gölm und Oetjendorf gelangen wir nach Lütjensee und machen zunächst dort einen kleinen Stop am Bootshaus mit dem Kiosk – wie bisher immer, wenn ich mal dort war, ist geschlossen. Weiter geht es auf einem wilden Weg nach Trittau bis zur Großenseer Straße, da wir noch zum Mönchsteich wollen. Das Lokal dort heißt inzwischen Edelweiß, hat aber geschlossen. Der Strand hat sich trotz Verbotsschildern dort offenbar wieder als FKK-Badestelle etabliert. Ca 6 Leute räkeln sich dort, wie Gott sie erschuf :-). Weiter geht es am idyllischen Mönchsteich entlang (für mich eine der schönsten Wegstrecken in Stormarn), schließlich über den Strandweg nach Großensee zum Nordstrand. Vom Verbotsschild, das auf diverse Verbote (unter anderem Hunde) aufmerksam macht, ist nur noch der leere Rahmen übrig. Im Schleushörn genießen wir im Schatten eines großen Sonnenschirms ein nettes Mittagsmahl. Ab Nordstrand umrunden wir den Großensee einmal komplett, bis wir dann endlich am Südstrand den Anschluß an den Stormarnweg haben. Bevor wir aber endgültig zur Stormarnweg-Erkundungstour starten, überrede ich X noch zu einem Bad im Großensee auf der Ostseite des Sees. Herrlich. Schließlich bemerken wir, daß es schon fast halb vier ist und wir erst ca. 1 km des Stormarnweges geschafft haben. Ab Parkplatz Großensee geht es durch ein steil aufwärts führendes Waldstück, schließlich gelangen wir nach Lütjensee, dort verlieren wir den Weg, finden ihn aber im Hainholz wieder. Schließlich landen wir an der stillgelegten Bahntrasse, der wir ein kleines Stück folgen. Alsbald sind wir in Hoisdorf und hier hat man offenbar die Wegeführung etwas geändert. Markierung und Kartenmaterial widersprechen sich auf einem kleinen Teilstück. Macht nichts, wir erkunden einfach beide Teilabschnitte und kommen schließlich nach Großhansdorf, wo wir uns erstmal mit kalten Getränken eindecken. Mittlerweile ist es schon ca. 19 Uhr und wir überlegen, ob wir die restliche Wegstrecke noch halbwegs im Hellen schaffen. In Großhansdorf verlieren wir aber wieder den Weg und ich schlage vor, jetzt einfach abseits des Stormarnwegs durch den Beimoorwald über Hammoor wieder zurückzufahren… Ansonsten wären wir vermutlich erst nach 22 Uhr angekommen… :-). Der Stormarnweg mit dem Rad ist garantiert immer ein Abenteuer! 🙂

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Auf Bismarcks Spuren in Aumühle und Friedrichsruh

Am Freitag habe ich noch einmal den richtigen Verlauf des Stormarnweges zwischen Reinbek und Rausdorf erkundet. Start war in Aumühle, hier bin ich zunächst ein Stück an der Sachsenwaldstraße gefahren und habe die Bismarcksäule in Silk entdeckt – man kann leider nicht auf den Turm hinaufsteigen, aber hier läßt es sich gut einen Moment verweilen. Der Stormarnweg verläuft dann ab Niemanns Gasthof in einem Waldstück. Alsbald passiert man das Fabrikgebäude der „Fürst Bismarckquelle“ bevor man am malerischen Mühlenteich mit der Bismarckmühle landet. Hier bieten zahlreiche traditionsreiche Landgasthöfe reichlich Einkehrmöglichkeiten mit wunderschönen Terrassen. Der Stormarnweg verläuft nun am Rande des Sachsenwaldes (in dem ich abermals mehrere Male vom Weg abgekommen bin) im wunderschönen Billetal.

Es lohnt sich wirklich, aber es ist ein Wanderweg, der über Stock und Stein verläuft und daher in weiten Teilen eher weniger zum Radeln geeignet ist. Der Weg führt an der Bille entlang, das Naturerlebnis ist grandios. Es sind einige Themenwege ausgeschildert, ich folge dem „Eisvogelweg“, leider zeigt sich mir keiner dieser „fliegenden Diamanten“. Nach Witzhave gelangt man mittels Tunnel unter der A 24 hindurch, über die Bille führt die hölzerne „Lange Brücke“. Bis Rausdorf führt der Weg westlich des Heinrichshofs an einem malerischen Teich entlang. Zurück geriet ich dann an eine andere, ziemlich verwilderte A-24-Unterführung. Das Navi war hilfreich und führte mich von der Wildnis schließlich auf die sog. Autobahntrasse für Radfahrer, der Lindenallee, zurück nach Aumühle zum Mühlenteich. Von hier bot sich noch ein Abstecher durch einen Grünzug nach Friedrichsruh an. Der Weg führt am Eisenbahnmuseum vorbei und man gelangt schließlich an den Schloßteich mit dem Garten der Schmetterlinge und einer Cafeteria. Friedrichsruh bietet ein zauberhaftes Ensemble, über dem der Schleier vergangener Jahrhunderte liegt. Im Bismarckmuseum und dem Mausoleum kann man auf Bismarcks Spuren wandeln. Zurück nach Aumühle führt ein kleines Waldstück („Schlangenweg„) mit dem bemerkenswerten Namen „Krim“. Leider war der Weg dermaßen zerfahren und matschig, daß sogar ich davor zurückgeschreckt bin. Somit ging es leider an der langweiligen Schulstraße zurück. In Aumühle gibt es übrigens auch einen sehr hübschen Bismarckturm, in dem sich die Gemeindebücherei befindet. Turmaufstiege sind nach telefonischer Absprache möglich.

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Bismarcksäule Reinbek-SilkP1020892
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Fürst Bismarckmühle am Mühlenteich
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Fürstenbrücke Billetal
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BilletalP1020910
WanderwegetafelP1020918
DoktorbrückeP1020921P1020922
Lange Brücke WitzhaveP1020926P1020928
Lindenallee SachsenwaldP1020939
Bismarck-MuseumP1020946
Wanderweg Krim (leider zur Zeit in SEHR schlechtem Zustand – nicht empfehlenswert)P1020950Bismarckturm Aumühle

Weitere Links:
Wandern im Billetal und im Sachsenwald.
Broschüre Billetal natura2000
NDR-Bericht – auf Bismarcks Spuren in Friedrichsruh

Stormarner Wildnis

Gestern war ich in der Stormarner Wildnis .. Auf dem Plan stand die Erkundung des Stormarnweges von Reinbek bis Großensee mit dem Rad. Das Rad fuhr im Auto mit bis Großensee. Für den Hinweg nach Reinbek habe ich die unten aufgeführte Tourenbeschreibung benutzt über Rausdorf und Witzhave. Kann ich empfehlen. Den beschriebenen Gasthof Waldlostal scheint es aber nicht mehr zu geben, na ja der Radwanderführer „Genußradeln rund um Hamburg“ ist von 1999… :-).
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Das Schloß Reinbek liegt idyllisch am Mühlenteich. Im Schloßpark genieße ich Kaffee und Kuchen. Herrlich. Von hier startet der Stormarnweg.  Am Mühlenteich entlang geht es über Vorwerksbusch ins idyllische Billetal hinein. Ab und zu sieht man einsame Wanderer, ein Hase huscht über den Weg.. In einem Waldstück hinter Gasthof Niemann komme ich trotz guter Markierung irgendwann irgendwie vom Weg ab. Dafür gerate ich auf das Oher Gräberfeld – hier hat das archäologische Landesamt einen interessanten Rundwanderweg mit Infobeschilderung angelegt. Von den historischen Gräbern sieht man nicht viel, dafür ist hier Wildnis pur und die Informationen auf den Schildern geben Aufschluß über die frühzeitliche Bestattungskultur. Auf dem falschen Weg geht es weiter bis Witzhave – durch Schlammwüsten und Wasserlachen hindurch. Leider verpasse ich so ein sehr schönes Stück des Stormarnweges, die Aumühler Fürst Bismarckquelle, den Mühlenteich und die Doktorbrücke im Sachsenwald. Ein Teilabschnitt davon wird auch Eisvogelweg genannt. Da hätte ich doch glatt ein paar Eisvögel sichten können..  In Witzhave finde ich wieder den Anschluß an den Stormarnweg- bis Heinrichshof geht es weiter auf der richtigen Trasse. Danach mache ich wieder einen nicht vorgesehenen Schlenker. Die Richtung ist aber offenbar richtig, ich stoße auf den Papendorfer Weg. Von hier landet man alsbald wieder an der Straße „Glashütte“. Dann geht es nach rechts in die Großenseer Straße und von dort wieder links in einen wilden, steilen Weg durch die Grander Tannen, der nach Großensee führt .. Hm, ich habe wieder einmal gelernt, daß die Menge der Rad- und Wanderwege in Stormarn gegen unendlich tendiert.. ;-).

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