Liebster Award

LiebsterAward-816x739Mein Blog wurde gerade für den „Liebster Award“ nominiert. Was es alles gibt.. Ich habe gelernt, daß der Liebster Award dazu dient, Blogger untereinander zu vernetzen, die Blogs besser bekanntzumachen und dem Nominierten Fragen zu stellen, um die Person dahinter kennenzulernen. Michael Zimek aus dem österreichischen Klagenfurt mit seinem bemerkenswerten Blog M.A.R.S. unterwegs hat mich nominiert  Vielen Dank, Michael. Sein Blog hat ähnliche Inhalte wie meiner – auch bei ihm geht es um die eher unbekannteren Ziele abseits ausgetretener Pfade – allerdings in Österreich. Der Titel seines Blogs ist zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben seiner Familienmitglieder. Demnächst steht eine Erkundung Sloweniens an, ein Land, das mich auch sehr interessiert und das ich auch irgendwann mal näher erkunden möchte. Den Blogeintrag dazu werde ich aufmerksam verfolgen.

Mein erstes Google-Ergebnis zum Thema „Liebster Award“ war eine Blogseite, auf der sich die Blogbetreiberin beklagt, daß niemand aufgrund des kettenbriefartigen Charakters für diesen Award nominiert werden möchte.. Oh je..

Nun ja, ich finde die Idee aber trotzdem sehr nett. Zu den Regeln beim Liebster Award gehört auch, daß man 11 Fragen beantwortet. Ich muß dann meinerseits auch einen oder mehrere Blogs nominieren und Fragen formulieren. Die bei jedem Durchgang anderen Fragen und deren individuelle Beantwortung sorgen dafür, daß diese Aktion mehr ist als eine Weitergabe an Inhalten mittels Copy&Paste.

Was ich aber schon kopiere, sind die Regeln, die für den „Liebster Award 2017“ gelten und somit von den nominierten Blogs befolgt werden sollten:

1. Bedanke Dich bei dem Bloggerkollegen, der Dich nominiert hat und verlinke ihn in deinem Artikel.
2. Beantworte die 11 gestellten Fragen.
3. Nominiere andere Blogger für den Award, deren Zustimmung vorausgesetzt.
4. Stelle 11 eigene Fragen zusammen.
5. Schreibe die Regeln auf, damit die Nominierten wissen, wie es funktioniert.
6. Informiere die Person, welche dich nominiert hat, über deinen Artikel.

Nun die Fragen von Michael und meine Antworten:

1. Wann, wo und wie kommst du auf die Ideen für deine Blog-Beiträge (zugegeben, sind genau genommen drei Fragen – aber da müsst ihr durch 🙂 )?

Die Ideen kommen mir spontan, immer und überall, meist gibt ein Ausflug oder eine Reise die Inspiration für einen Blogbeitrag, ein Erlebnis oder Ereignis, ein noch unbekanntes Ziel, ein Gespräch oder ein Sprachphänomen, über das ich gerade wieder mal gestolpert bin. Oft ist aber auch eine Recherche für einen Artikel für das Magazin Hamburg Nordost der Auslöser für einen Blogeintrag.

2. Was steht auf deiner Ausrüstungsliste, wenn du unterwegs bist?
Verschiedenes Kartenmaterial, Handy mit GPS-Navigation, Getränke und Nahrungsmittel, Regenjacke, ferner die üblichen Sachen, die Frauen und auch Männer immer mit sich rumschleppen… 🙂

3. Mit welchem Blogger-Mobil bist du unterwegs?
Fast immer mit dem Rad

4. Bist du im Team unterwegs? Wenn ja, wer zählt zu deinen treuesten BegleiterInnen?
Im Team so gut wie nie – meist allein, dann kann man sich alle Zeit der Welt an den unmöglichsten Orten lassen. Ab und zu habe ich mal einen weiblichen oder männlichen Weggefährten. Mit meinem Bruder mache ich ein- bis zweimal im Jahr auch eine Tour.

5. Bevorzugst du Tagesausflüge oder Reisen mit Übernachtungen? Wenn du wo übernachtest, lieber im Hotel oder im Schlafsack?
Am liebsten mag ich Tagesausflüge, da man nicht groß im Vorwege planen muß und spontan losfahren kann. Aber Reisen mit Übernachtungen erweitern natürlich den Radius. Ich übernachte am liebsten in privat vermieteten kleinen Ferienwohnungen oder Gartenhäusern mit Familienanschluß. Das Plaudern mit den eher älteren Semestern ist interessant und oft auch skurril – die haben zudem meist Zeit und oft auch Geheimtips auf Lager.

6. Beschreibe kurz eine typische Vorbereitung für eine deiner Unternehmungen.
Am Vortag kommt mir eine Idee für eine Tour, manchmal ist Auslöser ein Flohmarkt oder ein anderes Ereignis, mit dem ich die Tour verbinden möchte. Ich suche alle relevanten Karten heraus, Infomaterial und Tourenbeschreibungen aus meinem Archiv und recherchiere im Internet. Wenn ich in Büchern etwas Interessantes finde, fotografiere ich es ab.

7. Was war dein skurillstes Erlebnis oder Hoppala, während du unterwegs warst?

Ich habe schon viele skurille Dinge erlebt… Aus meiner Bloggerzeit fällt mir ein Erlebnis auf einer holländischen Autobahn ein. Ich zitiere aus dem Blogbeitrag „Fehnroute und Ankunft in Andijk“  „In Winschoten ging es auf die Autobahn (A 6), auf der man hier sehr entspannt fährt – anders als in Deutschland. Bei Joure und am Tjeukemeer gab es ein wenig Verwirrung (vom „Verzorgingsplaats“ De Wiel am Tjeukemeer kommt man offenbar in beide Richtungen wieder auf die Autobahn… ich dachte, sowas geht gar nicht, vielleicht in Holland doch?? ;-)), zumindest bewege ich mich nun wieder in die Richtung, aus der ich gekommen bin und fahre an der nächsten Ausfahrt wieder raus, um wieder umzudrehen..“

8. Wenn du einen Blog-Beitrag schreibst, wie sieht dein Schreibtisch aus?
Mein Schreibtisch ist viel zu klein, chaotisch und unbequem, um darauf mit einem Laptop zu schreiben. Ich verfasse meine Blogbeiträge auf der Couch 🙂

9. Wo und wie machst du Werbung für deine Blog-Beiträge?
Gar nicht. Ab und zu rede ich darüber und der Blog ist auf meiner Seite http://www.stormerland.de verlinkt.

10. Worüber wird dein nächster Blog-Beitrag handeln?
Ich glaube, ich werde zum Jahresende meine neuen Kalenderblätter „Lichtblicke“ veröffentlichen.

11. Was machst du, wenn du nicht bloggst oder für den Blog unterwegs bist?
Ich gehe einer kreativen Arbeit im öffentlichen Dienst nach (klingt widersprüchlich, geht aber :-), schreibe Artikel für das Stadtteilmagazin Hamburg Nordost, mache ein Fernstudium an der Freien Journalistenschule in Berlin, das leider viel zu häufig vernachlässigt wird, ich fotografiere, singe im Chor, suche neue Liedinspirationen, verfolge gesellschaftspolitische Themen, arbeite an kreativen Objekten oder mache Sport.

Nun muß ich mich auf die Suche nach Blogs machen, die ich nominieren möchte. Ich habe da schon mindestens einen im Sinn.

Ein paar Klicks aus Österreich habe ich auch schon… 🙂

Ich möchte meinerseits Bodo Rahnenführer aus Bad Oldesloe mit seinem Blog https://primaclubblog.wordpress.com/ nominieren. Dieser Blog hat bisher noch nicht so viele Einträge, enthält aber schon ein paar interessante Informationen zu dem von Bodo kreierten Malclub (in dem sich meines Wissens nur Damen befinden). Vielleicht wird der Blog durch den Award und die Vernetzung und Verlinkung bekannter. Bodo betreibt auch einige Internetseiten zu seinem Mal- und Fotohobby. Zudem übt er noch weitere interessante Nebentätigkeiten aus und ist ein bekannter Lokalmatador in Bad Oldesloe.

Hier nun meine Fragen an Bodo:

  1. Was werden Deine nächsten Beiträge für Deinen Blog oder auch Deine diversen Internetseiten sein?
  2. Wie und wann bist Du zum Malen gekommen?
  3. Was zeichnest Du am liebsten?
  4. Welche Maltechnik wendest Du am häufigsten und liebsten an?
  5. Was magst Du daran, was fasziniert Dich daran?
  6. Gibt es ein erzählenswertes Erlebnis aus dem Primaclub?
  7. Wie bist Du zu Deiner Tätigkeit als „Vorweggeher“ für die Kirche gekommen?
  8. Was machst Du dort noch alles?
  9. Wie bist Du zum Fotografieren gekommen?
  10. Du bist auch als Weihnachtsmann im Einsatz, wie bist Du dazu gekommen?
  11. Was war Dein skurrilstes Erlebnis dabei?

 

 

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Störtebekers Versteck

Die heutige Geburtstagstour führte zum Hemmelsdorfer See – der „Hermann-Löns-Blick“ lohnt sich auch bei bedecktem Wetter. Im See befindet sich die tiefste Stelle Deutschlands. Das Naturschutzgebiet drumherum strotzte nur so vor morbidem Charme… Störtebeker soll hier in der nahegelegenen Räuberkuhle seine Beute versteckt haben als der See noch Teil der Ostsee war. Diese Räuberkuhle haben wir natürlich auch aufgespürt. Wir waren nicht sicher, ob der Begriff nicht vielleicht unkorrekt ist – vielleicht müßte es jetzt Räuberinnen- und Räuberkuhle heißen oder gar RäuberInnenkuhle  😆 Oder gab es etwa nie weibliche Piratinnen? 😛

In Niendorf an der Hafenbar stand der Glühwein für die kommende Wintersaison schon dekorativ drapiert auf der Mauer bereit, auch der Erdbeerhof in Warnsdorf war sehenswert – ein echtes Konsum- und Verführparadies. Auf dem Rückweg folgte noch ein Abstecher nach Travemünde.

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Der Maulwurf

Die Maulwurfshügel im Vorgarten summieren sich aktuell auf fast 80.

Hinten und bei meiner Nachbarin ist kein einziger. Ich find’s lustig. Zudem kann man den Sand prima als Blumenerde und zum Sandstreuen bei Glätte verwenden. Man muß nur aufpassen, daß er nicht hartfriert 🙂

Zum Thema Maulwurf leiste ich auch noch einen kulturellen Beitrag – wieder mal von Wilhelm Busch. :-). Der Kerl hat ganz schön brutale Gedichte geschrieben.

Aus diesem Gedicht stammt übrigens auch der berühmte Spruch:

„Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden“.

Nun zum Gedicht:

Der Maulwurf:

In seinem Garten freudevoll
Geht hier ein Gärtner namens Knoll.

Doch seine Freudigkeit vergeht,
Ein Maulwurf wühlt im Pflanzenbeet.

Schnell eilt er fort und holt die Hacke,
Daß er den schwarzen Wühler packe.

Jetzt ist vor allem an der Zeit
Die listige Verschwiegenheit.

Aha! Schon hebt sich was im Beet,
Und Knoll erhebt sein Jagdgerät.

Schwupp! Da – und Knoll verfehlt das Ziel.
Die Hacke trennt sich von dem Stiel.

Das Instrument ist schnell geheilt;
Ein Nagel wird hineingekeilt.

Und wieder steht er ernst und krumm
Und schaut nach keiner Seite um.

Klabumm! – So krieg die Schwerenot! –
Der Nachbar schießt die Spatzen tot.

Doch immerhin und einerlei!
Ein Flintenschuß ist schnell vorbei.

Schon wieder wühlt das Ungetier.
Wart! denkt sich Knoll. Jetzt kommen wir.

Er schwingt die Hacke voller Hast –
Radatsch! – O schöner Birnenast!

Die Hacke ärgert ihn doch sehr,
Drum holt er jetzt den Spaten her.

Nun, Alter, sei gescheit und weise
Und mache leise, leise, leise!

Schnarräng! – Da tönt ihm in das Ohr
Ein Bettelmusikantenchor.

Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Kaum ist’s vorbei mit dem Trara,
So ist der Wühler wieder da.

Schnupp! dringt die Schaufel wie der Blitz
Dem Maulwurf unter seinen Sitz.

Und mit Hurra in einem Bogen
Wird er herauf ans Licht gezogen.

Aujau! Man setzt sich in den Rechen
Voll spitzer Stacheln, welche stechen.

Und Knoll zieht für den Augenblick
Sich schmerzlich in sich selbst zurück.

Schon hat der Maulwurf sich derweil
Ein Loch gescharrt in Angst und Eil.

Doch Knoll, der sich emporgerafft,
Beraubt ihn seiner Lebenskraft.

Da liegt der schwarze Bösewicht
Und wühlte gern und kann doch nicht;
Denn hinderlich, wie überall,
Ist hier der eigne Todesfall.

Hier gibt es noch die Illustrationen zum Gedicht.

🙂

Update: Meine Nachbarin hat mir vor ein paar Tagen verraten, daß sie Teile des Grundstückes mit irgendwelchen speziellen Stoffbahnen, einer sog. Maulwurfsperre abgesichert hat, die den Maulwurf hindern, zu ihr aufs Grundstück zu kommen. Kein Wunder, daß die alle bei mir sind. :-).

Am Ende des Tages

Ich befinde mich gerade am Ende des Tages, d.h. mein Tagwerk ist beendet, es ist Abend und draußen ist dunkle Nacht.. Und mir fällt wieder ein Beispiel ein, das ich schon länger thematisieren wollte.

Haben Sie schon mal bemerkt, daß sich die Floskel „Am Ende des Tages“ seit einiger Zeit ungeheurer Beliebtheit erfreut? Beispiel: Was nützt  der günstigste Preis, wenn am Ende des Tages die Qualität entscheidet? Hier ist nicht das wirkliche Ende des Tages, der Abend, gemeint.

„Weißt Du, was das soll?“, fragte mich neulich ein sprachinteressierter Zeitgenosse. Ja, habe ich gerade in „Die Phrasendrescher“ gelesen, antwortete ich. Ist Business-Deutsch, soll letztendlich, letzten Endes oder schließlich heißen, ist wieder mal eine wörtliche englische Übersetzung (von at the end of the  day), soll offenbar besonders schick klingen und ist in Manager- und  Wichtigtuerkreisen besonders beliebt..:-)

Markus Reiter schreibt in „Die Phrasendrescher“:

„Wir prüfen noch. Wir werden aber am Ende des Tages auf Sie zurückkommen“. Ich wartete den ganzen Abend vergeblich auf einen Anruf. Die Sonne war lange untergegangen, der Deutschlandfunk spielte die Nationalhymne, dann die Europahymne. Kein Anruf. Es war also nix mit „Am Ende des Tages“. Kein Wunder, denn „Am Ende des Tages“ meinte gar nicht den Abend, sondern ist eine direkte Übersetzung der Redewendung „At the end of the day“. Die steht für „letzlich“ oder „am Ende“. Wörtlich ins Deutsche übertragen, löst diese Redewendung Verwirrung aus. 

Hier noch ein paar Links zum Thema:

sprachen-blog.de/at-the-end-of-the-day-am-ende-des-tages/
scilogs.spektrum.de/sprachlog/am-ende-des-tages-neufassung/
www.zeit.de/2010/01/Managerreden

Das macht was mit dir

Gerade kam mir eine Online-Werbung für ein Wissensmagazin unter.
Unter einem Werbefilm prangt der Name des Magazins und darunter die Floskel
Das macht was mit Dir… “ Ah ja. Was denn?
Wenn man auf die Anzeige klickt, erhält man die Info:

Starte jetzt dein xx-Abo mit einer Gratis-Ausgabe – danach jederzeit kündbar!

Aha. Jetzt weiß ich, was das mit einem macht: Nach Erhalt der Gratisausgabe vergißt man garantiert die Kündigung und hat ein Abo an der Backe, das man nicht braucht.
🙂

Was macht das mit Dir? oder auch „Wie geht es Dir damit?“ Diese Art Floskel gehört zu einem besonderen Jargon, den ich Psychojargon oder auch Gouvernantensprache getauft habe. Weitere Beispiele folgen in loser Folge, ich freue mich schon :-).

Kommunizieren

Neuerdings – gefühlt schon ziemlich lange  – ist Kommunizieren ein einseitiger Vorgang. Man hört und liest ständig: Das muß (besser) kommuniziert werden… Offenbar hört sich das irgendwie (ge)wichtiger an als einfach nur: darüber muß informiert werden oder das muß den Leuten mitgeteilt, nahegebracht oder gesagt werden. Man könnte auch sagen, etwas sollte publiziert oder nach außen gegeben oder darüber sollte diskutiert werden. Auch Informationen weiterreichen oder weitergeben wäre möglich, ebenso wie einen Diskussionsprozeß in Gang setzen. So viele sprachliche Möglichkeiten und Varianten … Warum dann immer nur das falsche und zudem noch undeutliche kommunizieren? Vielleicht schon eine Art Neusprech? …

Kommunizieren ist für mich immer noch ein gegenseitiger Vorgang und nicht ein einseitiger (lateinisch communicare = gemeinschaftlich tun). Man kann nicht einem Gegenüber etwas kommunizieren, sondern nur mit ihm gemeinsam kommunizieren oder aber ihm etwas mitteilen oder ihn informieren.. Offenbar spielt das englische to communicate hier eine Rolle. Das kann auf Deutsch „mitteilen“ aber auch „kommunizieren“ bedeuten. „Kommunizieren“ im Deutschen ist immer gegenseitig, aber nunmehr kommt kommunizieren auch wie das englische communicate im Sinne von mitteilen daher und wird damit zu einem einseitigen Vorgang.

Es muß besser kommuniziert werden. Klar, damit bin ich einverstanden (Neudeutsch: „Da bin ich ganz bei Ihnen“). Aber nur in dem Sinne, daß das (gemeinsame) Kommunízieren bzw. die Kommunikation besser werden muß :-). Zum Beispiel weniger Mails schreiben und mal wieder mündlich kommunizieren? Dann gibt es vielleicht auch weniger Mißverständnisse. Wir leben offenbar in einer Zeit mit den besten Kommunikationsmitteln, aber der schlechtesten Kommunikation.

Hier hat sich jemand noch intensivere Gedanken darüber gemacht und liefert eine geschliffene grammatikalische Analyse :-)… Zitat:

„Kommunizieren“ ist ein intransitives Verb und kann daher nicht mit einem Akkusativobjekt verbunden werden. Daher ist es standardsprachlich nicht  möglich, „Sachverhalte zu kommunizieren“.

„Kommunizieren“ wird im Allgemeinen mit der Präposition „mit“ gebraucht.

         Ich kommuniziere mit Ihnen.
         Sie kommunizieren (miteinander).

„Kommunizieren“ bedeutet ’sich unterhalten‘, ‚miteinander sprechen‘. In der Regel benutzt man nur das Wort „kommunizieren“, ohne näher zu erläutern, über was gesprochen wird. Wollte man „kommunizieren“ dennoch – was eher unüblich ist – mit dem Inhalt der Kommunikation verbinden, so wäre dafür die Präposition „über“ am ehesten geeignet.

         mit jemandem über etwas kommunizieren
         Wir kommunizieren mit unseren Kunden über XY.

Besser ist es jedoch, diese Formulierung durch Verwendung eines anderen Verbes zu umgehen.

         mit jemandem über etwas diskutieren
         mit jemandem etwas besprechen

Hm, damit ist das Thema wohl erschöpfend behandelt und erklärt…:-)

Alle machen gute Jobs

Im Provinzblättchen liest man es, und oft kommt es aus dem Munde derjenigen, die sich besonders gerne mit Phrasen aller Art schmücken 😉

Er/Sie hat einen guten Job gemacht

Diese Redewendung gibt es im Deutschen gar nicht.  Es ist wieder mal eine schlampige Übersetzung des englischen: „to do a good job„.  Die richtige Übersetzung dafür ist, er hat seine Sache gut gemacht, er hat die Aufgabe gut bewältigt oder schlicht: es wurde gut gearbeitet. Scheint so, als seien die deutschen Ausdrücke aus der Mode gekommen (es gut machen, sich bewähren, gut arbeiten, erfolgreich sein, Erfolg haben, Lob verdienen, gute Arbeit leisten, seine Sache gut machen oder etwas gut bewältigt haben).

Offenbar machen nicht nur ganze Belegschaften, Ärzte,  Handwerker oder Praktikanten einen guten Job, sondern mittlerweile auch ganze Länder, so konnte man schon lesen „Dänemark hat einen guten Job gemacht“.

Tja, alle machen gute Jobs. Da fragt man sich bloß, wo sind die alle hin? Trotz der unzähligen guten Jobs, die gemacht werden, werden die doch immer rarer?
„Da hat wohl jemand seinen Job nicht gut gemacht“, meint Markus Reiter in „Die Phrasendrescher„.