Ostertour

Goethe sinniert in seinem „Osterspaziergang“:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;

Daran fühlte ich mich am Ostersonntag erinnert. Es war zwar kein Spaziergang, sondern eine kleine Radtour und sie führte zu einigen kleinen Stormarner Teichen in Bargfeld-Stegen, die kaum jemand kennt. Der Binnenhorster und der Hüxter Teich liegen wie ein blaues Band verschwiegen und verlassen in der Landschaft.

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Am idyllischen Bargfelder Mühlenteich Gräberkate  gibt es eine historische Badestelle (privat) zu bewundern und interessante Häuser, die an den Harz oder Mecklenburg erinnern.  P1070116P1070119P1070102

Siebenbäumen – nie gehört?

Am Sonntag habe ich meine erste größere Radtour des Jahres gemacht. Sie führte nach Siebenbäumen. Kennt kaum jemand. Mein Großcousin ist dort ein Fußballstar.  Er wurde 2014 von Grün-Weiß Siebenbäumen „geschnappt“ und macht sogar als Verteidiger dauernd Tore.

Auf der Tour dorthin habe ich festgestellt, daß man dauernd an irgendwelchen landschaftlichen oder kulturellen Glanzpunkten vorbeikommt. Daher hier eine kleine Streckenbeschreibung, illustriert mit ein paar Impressionen.

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In Tremsbüttel gibt es die Gelegenheit, das Schloß und den Tremsbüttler Schloßgarten zu besichtigen. Auch die historische Kate ist einen Blick wert. Weiter geht es nach Lasbek, hier streift man den idyllischen Mühlenteich und kann einen Blick auf das ehemalige Mühlengelände und das Gestüt Lasbek werfen. Der Tchibo-Erbe Günter Hertz hat hier ein stattliches Domizil. An der Kreuzung Achterbrook/Steindamm geht es schräg rechts in den Lehmskuhlenweg hinein. Der Weg führt geradeaus in den landwirtschaftlichen Eicheder Weg. Über Eichede-Horst gelangt man zur Oldesloer Straße (K 79).

Hier haben wir einen kleinen Abstecher nach Eichede (Gemeinde Steinburg) gemacht, sind also zunächst nach rechts abgebogen. Die Kirche und der historische Dorfanger sind sehenswert. Das nächste Ziel heißt Stubben, es liegt schon im Lauenburgischen. Irgendwo auf der Stubber Chaussee zwischen Eichede und Stubben verläuft die Kreisgrenze. Wer nicht an der Chaussee fahren möchte, wählt den Radeländer Weg – einen landwirtschaftlichen Weg mit vielen Obstbäumen. Stubben ist bekannt durch seinen großen Kultflohmarkt Ende August, der mit viel Aufwand und Liebe durch den Kulturverein und die Feuerwehr organisiert wird. Der Flohmarkt auf dem großen Dorfplatz lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher auch von auswärts an, kommerzielle Anbieter sind nicht zugelassen. Ansonsten ist Stubben ein hübsches Dorf mit reichem kulturellen Leben und viel Natur. Über die Stubber Chaussee und die Oldesloer Straße gelangt man nach Groß Boden. Hier haben wir einen kleinen, lohnenswerten Schlenker (links in die Straße Riekenhagen) zum Mühlenteich gemacht. Ein alter Windmühlentorso (Privatbesitz) springt einem auf dem Weg dorthin ins Auge. Der Mühlenteich liegt reizvoll-idyllisch, hier bietet sich eine kleine Pause an. Man kann die altehrwürdige ehemalige Wassermühle und das erneuerte Wasserrad bewundern, das Peter Lis 2010 bauen ließ. Zurück zur Oldesloer Straße geht es über die Straße hinweg geradeaus in die Waldstraße in Richtung Schürensöhlen. Nun folgt das letzte Stück, es geht immer geradeaus und Am Putteich führt der Weg rechts über ein schönes Waldstück mit zahlreichen Schlüsselblumen nach Siebenbäumen mit schöner Kirche, einem Gallerieholländer und einem grandiosen Fußballplatz, auf dem eine kleine hölzerne Tribüne zum Zuschauen und Sonnen einlädt 🙂

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Der Maulwurf

Die Anzahl der Maulwurfshügel im Vorgarten summieren sich aktuell auf fast 80.

Hinten und bei meiner Nachbarin ist kein einziger. Ich find’s lustig. Zudem kann man den Sand prima als Blumenerde und zum Sandstreuen bei Glätte verwenden. Man muß nur aufpassen, daß er nicht hartfriert 🙂

Zum Thema Maulwurf leiste ich auch noch einen kulturellen Beitrag – wieder mal von Wilhelm Busch. :-). Der Kerl hat ganz schön brutale Gedichte geschrieben.

Aus diesem Gedicht stammt übrigens auch der berühmte Spruch:

„Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden“.

Nun zum Gedicht:

Der Maulwurf:

In seinem Garten freudevoll
Geht hier ein Gärtner namens Knoll.

Doch seine Freudigkeit vergeht,
Ein Maulwurf wühlt im Pflanzenbeet.

Schnell eilt er fort und holt die Hacke,
Daß er den schwarzen Wühler packe.

Jetzt ist vor allem an der Zeit
Die listige Verschwiegenheit.

Aha! Schon hebt sich was im Beet,
Und Knoll erhebt sein Jagdgerät.

Schwupp! Da – und Knoll verfehlt das Ziel.
Die Hacke trennt sich von dem Stiel.

Das Instrument ist schnell geheilt;
Ein Nagel wird hineingekeilt.

Und wieder steht er ernst und krumm
Und schaut nach keiner Seite um.

Klabumm! – So krieg die Schwerenot! –
Der Nachbar schießt die Spatzen tot.

Doch immerhin und einerlei!
Ein Flintenschuß ist schnell vorbei.

Schon wieder wühlt das Ungetier.
Wart! denkt sich Knoll. Jetzt kommen wir.

Er schwingt die Hacke voller Hast –
Radatsch! – O schöner Birnenast!

Die Hacke ärgert ihn doch sehr,
Drum holt er jetzt den Spaten her.

Nun, Alter, sei gescheit und weise
Und mache leise, leise, leise!

Schnarräng! – Da tönt ihm in das Ohr
Ein Bettelmusikantenchor.

Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Kaum ist’s vorbei mit dem Trara,
So ist der Wühler wieder da.

Schnupp! dringt die Schaufel wie der Blitz
Dem Maulwurf unter seinen Sitz.

Und mit Hurra in einem Bogen
Wird er herauf ans Licht gezogen.

Aujau! Man setzt sich in den Rechen
Voll spitzer Stacheln, welche stechen.

Und Knoll zieht für den Augenblick
Sich schmerzlich in sich selbst zurück.

Schon hat der Maulwurf sich derweil
Ein Loch gescharrt in Angst und Eil.

Doch Knoll, der sich emporgerafft,
Beraubt ihn seiner Lebenskraft.

Da liegt der schwarze Bösewicht
Und wühlte gern und kann doch nicht;
Denn hinderlich, wie überall,
Ist hier der eigne Todesfall.

Hier gibt es noch die Illustrationen zum Gedicht.

🙂

Update: Meine Nachbarin hat mir vor ein paar Tagen verraten, daß Sie Teile des Grundstückes mit irgendwelchen speziellen Stoffbahnen, einer sog. Maulwurfsperre abgesichert hat, die den Maulwurf hindern, zu ihr aufs Grundstück zu kommen. Kein Wunder, daß die alle bei mir sind. :-).

 

Am Ende des Tages

Ich befinde mich gerade am Ende des Tages, d.h. mein Tagwerk ist beendet, es ist Abend und draußen ist dunkle Nacht.. Und mir fällt wieder ein Beispiel ein, das ich schon länger thematisieren wollte.

Haben Sie schon mal bemerkt, daß sich die Floskel „Am Ende des Tages“ seit einiger Zeit ungeheurer Beliebtheit erfreut? Beispiel: Was nützt  der günstigste Preis, wenn am Ende des Tages die Qualität entscheidet? Hier ist nicht das wirkliche Ende des Tages, der Abend, gemeint.

„Weißt Du, was das soll?“, fragte mich neulich ein sprachinteressierter Zeitgenosse. Ja, habe ich gerade in „Die Phrasendrescher“ gelesen, antwortete ich. Ist Business-Deutsch, soll letztendlich, letzten Endes oder schließlich heißen, ist wieder mal eine wörtliche englische Übersetzung (von at the end of the  day), soll offenbar besonders schick klingen und ist in Manager- und  Wichtigtuerkreisen besonders beliebt..:-)

Markus Reiter schreibt in „Die Phrasendrescher“:

„Wir prüfen noch. Wir werden aber am Ende des Tages auf Sie zurückkommen“. Ich wartete den ganzen Abend vergeblich auf einen Anruf. Die Sonne war lange untergegangen, der Deutschlandfunk spielte die Nationalhymne, dann die Europahymne. Kein Anruf. Es war also nix mit „Am Ende des Tages“. Kein Wunder, denn „Am Ende des Tages“ meinte gar nicht den Abend, sondern ist eine direkte Übersetzung der Redewendung „At the end of the day“. Die steht für „letzlich“ oder „am Ende“. Wörtlich ins Deutsche übertragen, löst diese Redewendung Verwirrung aus. 

Hier noch ein paar Links zum Thema:

sprachen-blog.de/at-the-end-of-the-day-am-ende-des-tages/
scilogs.spektrum.de/sprachlog/am-ende-des-tages-neufassung/
www.zeit.de/2010/01/Managerreden

Künstlerdorf Deiá und Cala Deiá

Gestern habe ich nur eine kleine Rundtour vom Leuchtturm über Gran Muleta gemacht. Heute mit dem Bus nach Deiá und zur Cala Deiá gewandert, sehr schön. Die Sachsen aus dem Hotel wollen heute den ziemlich abenteuerlichen Küstenweg zurück nach Port de Soller wandern, das erste Stück Weg ist identisch mit meinem. Bin gespannt, was sie heute abend erzählen. An der Cala Deiá treffe ich die Bayern von neulich wieder.  Laut Karte gibt es in der Nähe noch einen Piratenturm. Auf halbem Wege wird man aber durch hohe Gatter und Alarmanlagen zurückgehalten… privat. Es hatte mich auch schon stutzig gemacht, daß niemand, mit dem ich bisher geredet habe, überhaupt von der Existenz des Turms wußte. Auf halbem Wege aber grandiose Blicke! An der sonnenbeschienen Kirche Rast mit einem bocadillo con queso und einer Apfelsine. Herrlich. Anschließend noch kleiner Rundgang durch Deiá: Malerische Gassen, Häuser mit Orangen- und Zitronenbäumen und Hühnern im Garten, schnuckelige Restaurants und jede Menge Kunst. Mit dem 16 Uhr-Bus zurück nach Port de Soller. In Soller steigt jemand aus dem Hotel zu, mit dem ich vorgestern von Deiá nach Port de Soller gewandert bin. Man trifft hier immer wieder dieselben Leute 🙂

 

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Von Deía bis Port de Sóller

Wunderschöne Tour! Mit dem Bus nach Deía, von dort Blick von der hochgelegenen Kirche ins Tal. Dann auf dem GR 221 auf dem Höhenweg Cami de Castello und dem cami de son sales zurück nach Port de Soller. Rast im Café Son Mico – Orangentarte und Café con leche. Eigentlich wollte ich die Tour noch mit einem Abstecher zur Cala Deía und Punta de Deía mit Sa Torre verbinden. An der Bushaltestelle meinten jedoch zwei kernige Wanderer aus Bayern, daß das noch mal eine zweite Tagestour sei.. 🙂

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