Die Mücken

Alle klagen über die Mückenplage. Die Mücken sind in diesem Jahr aber auch wirklich zahlreich und aggressiv und kreuzen überall auf. Gerade habe ich sogar eine in meinem Kühlschrank gefunden…

Wilhelm Busch hat dazu ein herrliches Gedicht geschrieben, das in letzter Zeit in meiner Umgebung für Erheiterung gesorgt hat ;-). Gleichzeitig würdige ich damit einen großen deutschen Dichter und Zeichner, in dessen Wohn- und Schaffensort Wiedensahl im Niedersächsischen ich im nächsten Jahr mal zu reisen gedenke. Im Schaumburger Land kann man sich offenbar auch vortrefflich auf dem Drahtesel fortbewegen. Es gibt sogar eine Radtour „Auf den Spuren von Wilhelm Busch

Nun zum Gedicht:

Die Mücken (Wilhelm Busch)

Dich freut die warme Sonne.
Du lebst im Monat Mai.
In deiner Regentonne,
Da rührt sich allerlei.

Viel kleine Tierlein steigen
Bald auf-, bald niederwärts,
Und, was besonders eigen,
Sie atmen mit dem Sterz.

Noch sind sie ohne Tücken,
Rein kindlich ist ihr Sinn.
Bald aber sind sie Mücken
Und fliegen frei dahin.

Sie fliegen auf und nieder
Im Abendsonnenglanz
Und singen feine Lieder
Bei ihrem Hochzeitstanz.

Du gehst zu Bett um zehne,
Du hast zu schlafen vor,
Dann hörst du jene Töne
Ganz dicht an deinem Ohr.

Drückst du auch in die Kissen
Dein wertes Angesicht,
Dich wird zu finden wissen
Der Rüssel, welcher sticht.

Merkst du, daß er dich impfe,
So reib mit Salmiak
Und dreh dich um und schimpfe
Auf dieses Mückenpack.

🙂 🙂 🙂

 

Stormarnweg zwischen Großensee und Großhansdorf

Gestern war ich mit dem Rad auf dem Stormarnweg zwischen Großensee und Großhansdorf unterwegs.

Ca. 30 Grad waren angesagt… na klar, wenn X und ich losfahren, dann immer an einem der heißesten Tage im Jahr. Etwa um halb 11 Uhr ging es gut ausgerüstet (Wasser und Badezeug) ab Bargteheide los. Der Plan war, mit dem Rad auf schnellen Wegen nach Großensee zu fahren, dort die Mittagshitze irgendwo im Schatten zu überstehen und eventuell noch zu baden. Ab Großensee wollten wir dann den Stormarnweg zurück bis Bargteheide erkunden.

Über Hammoor, Todendorf, Gölm und Oetjendorf gelangen wir nach Lütjensee und machen zunächst dort einen kleinen Stop am Bootshaus mit dem Kiosk – wie bisher immer, wenn ich mal dort war, ist geschlossen. Weiter geht es auf einem wilden Weg nach Trittau bis zur Großenseer Straße, da wir noch zum Mönchsteich wollen. Das Lokal dort heißt inzwischen Edelweiß, hat aber geschlossen. Der Strand hat sich trotz Verbotsschildern dort offenbar wieder als FKK-Badestelle etabliert. Ca 6 Leute räkeln sich dort, wie Gott sie erschuf :-). Weiter geht es am idyllischen Mönchsteich entlang (für mich eine der schönsten Wegstrecken in Stormarn), schließlich über den Strandweg nach Großensee zum Nordstrand. Vom Verbotsschild, das auf diverse Verbote (unter anderem Hunde) aufmerksam macht, ist nur noch der leere Rahmen übrig. Im Schleushörn genießen wir im Schatten eines großen Sonnenschirms ein nettes Mittagsmahl. Ab Nordstrand umrunden wir den Großensee einmal komplett, bis wir dann endlich am Südstrand den Anschluß an den Stormarnweg haben. Bevor wir aber endgültig zur Stormarnweg-Erkundungstour starten, überrede ich X noch zu einem Bad im Großensee auf der Ostseite des Sees. Herrlich. Schließlich bemerken wir, daß es schon fast halb vier ist und wir erst ca. 1 km des Stormarnweges geschafft haben. Ab Parkplatz Großensee geht es durch ein steil aufwärts führendes Waldstück, schließlich gelangen wir nach Lütjensee, dort verlieren wir den Weg, finden ihn aber im Hainholz wieder. Schließlich landen wir an der stillgelegten Bahntrasse, der wir ein kleines Stück folgen. Alsbald sind wir in Hoisdorf und hier hat man offenbar die Wegeführung etwas geändert. Markierung und Kartenmaterial widersprechen sich auf einem kleinen Teilstück. Macht nichts, wir erkunden einfach beide Teilabschnitte und kommen schließlich nach Großhansdorf, wo wir uns erstmal mit kalten Getränken eindecken. Mittlerweile ist es schon ca. 19 Uhr und wir überlegen, ob wir die restliche Wegstrecke noch halbwegs im Hellen schaffen. In Großhansdorf verlieren wir aber wieder den Weg und ich schlage vor, jetzt einfach abseits des Stormarnwegs durch den Beimoorwald über Hammoor wieder zurückzufahren… Ansonsten wären wir vermutlich erst nach 22 Uhr angekommen… :-). Der Stormarnweg mit dem Rad ist garantiert immer ein Abenteuer! 🙂

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Gender-Gaga: MitgliederInnen

Gestern erhielt ich eine  Mail mit der Anrede: Liebe GruppenmitgliederInnen,
und ich dachte, mei, da hat jetzt aber jemand diesen ganzen Genderkram so richtig auf’s Korn genommen.

Auf meine Frage, ob die Anrede Satire sein soll, erhielt ich immerhin die Auskunft, daß ich mir das aussuchen könne. Ich hab’s mir ausgesucht: Satire!

Warum bloß glauben einige ganz Eifrige, daß – sobald ein Wort auf -er endet, dieses irgendwie männlich ist und auf Teufel komm raus verweiblicht werden muß? DAS Mitglied ist sächlich und umfaßt sowohl Männlein als auch Weiblein.
Es gibt nicht die Mitgliederin, sondern nur DAS Mitglied. Die Mehrzahl sind doch einfach Mitglieder, völlig unabhängig vom Geschlecht … Und dann noch das große „I“ – oje…

Pardon, das mußte jetzt sein 🙂

Die Serie „Sprachmüll“ … äh Sprachglossen ist hiermit eröffnet.. Fortsetzung folgt..