Kultournacht Heiligenhafen

Gestern habe ich ein wenig Heiligenhafen erkundet und die Kultournacht erlebt. Von der Kirchturmspitze konnte ich anläßlich einer Kirchturmführung in alle Himmelsrichtungen auf das nächtliche Heiligenhafen blicken. Ab 19 Uhr wurde
Kultiges aus über 30 Jahren „Heiligenhafen-Musik“ von „Luise’s Seemöwe bis Anno 1800“ mit Rainer, Tanja & Peter vor dem Anno 1800 dargeboten. Großes Lob für eingängige internationale Hits aus den 60ern bis 80ern!

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Fehmarner Flügger Leuchtturm von Graswarder ausP1030426Tanja, Peter und Rainer vor dem Anno 1800P1030460P1030466 Nächtliches Heiligenhafen, oben vom Kirchturm aus gesehen

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Fehmarn

Eigentlich wollte ich die ganze Insel umrunden, aber bei der Hitze schaffe ich garantiert nicht viele Kilometer. Also fahre ich einfach drauflos. Start ist in Wulfen. Liegt nicht weit weg von der Fehmarnbrücke und bietet einen Parkplatz. In Burgstaaken gibt es ein paar nette Läden und Restaurants. In Burgtiefe ist der Teufel los. Die nächsten Tage ist hier Worldcup im Kitesurfen. Trubel pur…Hm, möglicherweise Material für meine innerhalb meines Journalismusstudiums bald mal fällige Reportage.. In einem Laden lasse ich die Bemerkung fallen, daß das sicher sehr voll werden wird nachher, wenn der offizielle Einlauf der Nationen stattfinden wird. Schon jetzt ist die Promenade fast schwarz vor Menschen und man muß seine Ostseecard vorzeigen, die zum Glück für die ganze Küste gilt. Die Ladeninhaberin entgegnet, ja, es könne gar nicht voll genug werden! Na klar…. ich mache lieber eine Radtour zum Leuchtturm Staberhuk. Auf einem inoffiziellen Weg gelange ich an die Küste, den Leuchtturm kann man leider nicht besteigen, aber in der Nähe mache ich eine Pause im Schatten, die recht unterhaltsam ist, da an dieser auf den ersten Blick einsamen Stelle trotzdem ab und zu Leute vorbeikommen. Ein Münchner Ehepaar erzählt, daß sie vor all dem Trubel und auch Kinder- und Hundelärm hierhergeflüchtet seien. Ich erfahre unter anderem, daß Jimi Hendrix auf Fehmarn 1973 sein letztes Konzert gegeben hat. In der Zwischenzeit habe ich auch einige Radfahrer beobachtet, der Weg scheint also für Räder nicht ganz ungeeignet zu sein. Mein Rad bringt mich somit weiter die Küste entlang, der Weg ist schmal, aber es geht sehr gut. Die Küste erinnert an mediterrane Gefilde, wunderschön. Auf Höhe eines Funkturms, der leider nicht viel Schatten spendet, nehme ich ein erfrischendes Bad. Dann weiter bis Höhe Katharinenhof, Einkehr in einem süßen Landcafe, über Sahrensdorf geht es wieder nach Burgtiefe.  Am Binnensee zurück. P1030338P1030341P1030348P1030353P1030356P1030363P1030368P1030382P1030386P1030397P1030406

 

Hohwacht

Heute ging es mit dem Auto und dem Rad im Gepäck nach Hohwacht – ein schöner, ruhiger, noch weitgehend natürlich gebliebener Fischerort ohne Bettenburgen. Es ist sehr heiß, ich werde in der Mittagshitze und auch zwischendurch immer im Schatten Pause machen müssen. In Oldenburg habe ich mich erstmal mit einem cowboyähnlichen Sonnenhut und einer Bio-Sonnencreme ausgestattet.

Es ist kaum was los in Hohwacht. Auf dem Weg zur Promenade komme ich mit einem älteren Touristen aus Hamburg ins Gespräch. Er sei auf dem Weg ins Rathaus und wolle gegen die geplante Bebauung an der Promenade unterschreiben. Von diesen unerhörten Plänen hatte auch schon gehört. Da schließe ich mich doch glatt an und wir stiefeln beide zur Gemeinde, die auch die Touristeninfo beherbergt. Dort werden wir jedoch abgewimmelt, sie hätten keine aktuellen Unterlagen, da müßten wir dann doch zur Amtsverwaltung gehen. Schade :-). An der Promenade stärke ich mich erstmal an Toms Hütte. Anschließend geht es in Richtung Sehlendorf (Gemeinde Blekenburg) durchs Naturschutzgebiet Sehlendorfer Binnensee. Es ist heiß  und kein Baum oder Strauch spendet Schatten, daher schaffe ich nicht viele Kilometer. In Sehlendorf bleibe ich wieder draußen in einem Café hängen, finde Schatten in einem Strandkorb und beobachte das Strandleben. Anschließend geht es in die Gegenrichtung zum Binnensee in Richtung Behrensdorf. Am See scheint es keine Restaurants oder Badestellen zu geben. Von der Straße sieht man den See malerisch liegen. Die Hitze ist ein wenig abgeebbt, prallt aber immer noch ganz schön und noch ist der Sonnenhut tief ins Gesicht gezogen. Die Abendatmosphäre an der Hohwachter Promenade ist wunderschön, es ist warm und bei Toms Hütte erklingt klassische Geigen- und Klaviermusik. Dazu wird ein Stummfilm mit Charly Chaplin gezeigt…

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Von Heiligenhafen nach Großenbrode

Nur ganz kurz – später ausführlicher. Heute war ich mit dem Rad in Großenbrode. Der Weg ist wunderschön und führt weitgehend parallel zur Ostsee. Vom Radweg sieht man Graswarder sehr schön. Großenbrode ist gemütlicher als Heiligenhafen, ich umrunde die ganze Halbinsel auf nicht immer offiziellen Radwegen, von Großenbroderfähre hat man einen schönen Blick auf Fehmarn. Unter der Fehmarnsundbrücke hindurchzufahren ist ein grandioses Erlebnis. Um kurz nach halb fünf bin ich pünktlich zum Kurkonzert mit Tanja und Peter im Pavillon am Binnensee zurück. Es sind vergnügliche Anderthalbstunden – mit schönen Liedern aus den 60er, 70er, 80er und aktuellen Schlagern. Danach erkunde ich noch Graswarder. Strand und Häuser liegen in der Abendsonne, wunderschön zum Fotografieren. Die Mole bietet mehrere Ebenen, sogar eine überdachte „Lounge“ gibt es. Hier kann man den Sonnenuntergang genießen…

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Ostholsteiner Landpartie

Heute bin ich aufgebrochen in die Sommerfrische nach Heiligenhafen :-). Die angesagte Hitze läßt sich hier bestimmt gut aushalten. Bereits auf dem Weg über Land (Plön, Lütjenburg) stieß ich auf ein verwunschenes Kleinod am Wegesrand: Grebin. Dorthin mußte ich einfach einen kurzen Abstecher machen als ich von der Chaussee aus einen See erblickte. Der Karte konnte ich entnehmen, daß es entweder der Schluensee, der Grebiner See oder der Schierensee sein mußte. An der Mühle und der Hofkneipe vorbeikommend stößt man alsbald auf einen schmalen, märchenhafter Wanderweg, der zum Schluensee führt, nach etwa 5-7 Minuten hat man dann diesen Blick:..

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In Grebin gab es noch weitere Entdeckungen zu machen: Im verwunschenen shabby chic Garten der Grebiner Mühle kann man „Windbüdel“ in verschiedenen Variationen genießen, ein Schild kündigt die „singende Wirtin“ für den 27. August an,  alte bäuerliche Gegenstände lehnen kunstvoll am Mühlengemäuer. Die Hanglage erinnert an etwas südlichere Gefilde, aber damit immer noch nicht genug: Am Hang eröffnete sich plötzlich der Blick auf einen …. WEINHANG ! Hier wird offenbar Wein angebaut… ich fühlte mich sofort um mehrere hunder Kilometer nach Süden in die wunderschöne Pfalz versetzt.

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In Heiligenhafen herrscht wie zu erwarten war, der Touristentrubel. Radfahren hat man hier vor zwei Wochen an zahlreichen Stellen verboten, nachdem es offenbar Beschwerden gegeben hat, wie mir ein Tourist berichtet. Typisch deutsch. Nicht immer die Führung für Radfahrer nachvollziehend, schlage ich mich teilweise schiebend durch die Touristenmassen. Ich atme auf als ich endlich auf einem einsamen Radweg in Richtung Weißenhäuser Strand lande. Der Weg liegt recht hoch und man kann von hier wunderschön auf die Ostsee schauen. Hier in der Nähe liegt auch der Truppenübungsplatz Putlos, da werde scharf geschossen, wird mir berichtet. Oje, das wußte ich nicht. Der auf meiner Karte eingezeichnete Radweg sei nicht bis Weißenhäuser Strand befahrbar wegen des Übungsplatzes, wie ich in dem Ort Wandelwitz von drei älteren Herrschaften erfahre, man muß über Oldenburg fahren. Das ist mir zu weit für heute, es ist schon nach 18 Uhr, also erkunde ich auf dem Rückweg die Steilküste – und das war wahrlich grandios. Ein Motorradfahrer meint, man könne oben an der Steilküste mit dem Rad fahren, wenn es unwegsam wird, könne man absteigen, er hätte das auch schon gemacht. Der Weg sieht ziemlich unwirtlich aus, aber diese Aussage bewegt mich dazu, das kleine Abenteuer zu wagen. Es hat sich gelohnt, die Küste, die Blicke.. pittoresk! Auf dem letzten Stück muß man ein wenig über den Strand und Steine eiern, bevor man wieder in Heiligenhafen an der Strandbar landet.Hier sitzen ein paar Leute mit Cocktailgläsern am Strand. Im Frischemarkt ergreife ich die Gelegenheit, mich noch bis 21 Uhr mit Lebensmitteln eindecken zu können, bevor ich im Appartement Haus am See mit Blick auf den Binnensee verschwinde. Eine Badestelle befindet sich direkt unter dem Balkon..

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P.S. Meine Steilküstenfotos habe ich fast alle aus Versehen mit einer falschen Einstellung gemacht.. daher kann ich hier keine zeigen.. Ich werde aber sicher noch mal da längswandern 😉

Auf Bismarcks Spuren in Aumühle und Friedrichsruh

Am Freitag habe ich noch einmal den richtigen Verlauf des Stormarnweges zwischen Reinbek und Rausdorf erkundet. Start war in Aumühle, hier bin ich zunächst ein Stück an der Sachsenwaldstraße gefahren und habe die Bismarcksäule in Silk entdeckt – man kann leider nicht auf den Turm hinaufsteigen, aber hier läßt es sich gut einen Moment verweilen. Der Stormarnweg verläuft dann ab Niemanns Gasthof in einem Waldstück. Alsbald passiert man das Fabrikgebäude der „Fürst Bismarckquelle“ bevor man am malerischen Mühlenteich mit der Bismarckmühle landet. Hier bieten zahlreiche traditionsreiche Landgasthöfe reichlich Einkehrmöglichkeiten mit wunderschönen Terrassen. Der Stormarnweg verläuft nun am Rande des Sachsenwaldes (in dem ich abermals mehrere Male vom Weg abgekommen bin) im wunderschönen Billetal.

Es lohnt sich wirklich, aber es ist ein Wanderweg, der über Stock und Stein verläuft und daher in weiten Teilen eher weniger zum Radeln geeignet ist. Der Weg führt an der Bille entlang, das Naturerlebnis ist grandios. Es sind einige Themenwege ausgeschildert, ich folge dem „Eisvogelweg“, leider zeigt sich mir keiner dieser „fliegenden Diamanten“. Nach Witzhave gelangt man mittels Tunnel unter der A 24 hindurch, über die Bille führt die hölzerne „Lange Brücke“. Bis Rausdorf führt der Weg westlich des Heinrichshofs an einem malerischen Teich entlang. Zurück geriet ich dann an eine andere, ziemlich verwilderte A-24-Unterführung. Das Navi war hilfreich und führt mich von der Wildnis schließlich auf die sog. Autobahnverbindung für Radfahrer, der Lindenallee, zurück nach Aumühle zum Mühlenteich. Von hier bot sich noch ein Abstecher durch einen Grünzug nach Friedrichsruh an. Der Weg führt am Eisenbahnmuseum vorbei und man gelangt schließlich an den Schloßteich mit dem Garten der Schmetterlinge und einer Cafeteria. Friedrichsruh bietet ein zauberhaftes Ensemble, über dem der Schleier vergangener Jahrhunderte liegt. Im Bismarckmuseum und dem Mausoleum kann man auf Bismarcks Spuren wandeln. Zurück nach Aumühle führt ein kleines Waldstück („Schlangenweg„)mit dem bemerkenswerten Namen „Krim“. Leider war der Weg dermaßen zerfahren und matschig, daß sogar ich davor zurückgeschreckt bin. Somit ging es leider an der langweiligen Schulstraße zurück. In Aumühle gibt es übrigens auch einen sehr hübschen Bismarckturm, in dem sich die Gemeindebücherei befindet. Turmaufstiege sind nach telefonischer Absprache möglich.

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Bismarcksäule Reinbek-SilkP1020892
Fürst BismarckquelleP1020896Mühlenteich AumühleP1020902_neu.jpg
Fürst Bismarckmühle am Mühlenteich
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Fürstenbrücke Billetal
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BilletalP1020910
WanderwegetafelP1020918
DoktorbrückeP1020921P1020922
Lange Brücke WitzhaveP1020926P1020928
Lindenallee SachsenwaldP1020939
Bismarck-MuseumP1020946
Wanderweg Krim (leider zur Zeit in SEHR schlechtem Zustand – nicht empfehlenswert)P1020950Bismarckturm Aumühle

Weitere Links:
Wandern im Billetal und im Sachsenwald.
Broschüre Billetal natura2000
NDR-Bericht – auf Bismarcks Spuren in Friedrichsruh

Elberadweg – Geesthacht-Lauenburg-Geesthacht

Am Sonnabend war ich auf dem Elberadweg unterwegs. Es war eine interessante Rundtour von Geesthacht auf der niedersächsischen Elbseite bis Lauenburg und auf der oberen, schleswig-holsteinischen Elbseite wieder zurück bis Geesthacht. Der Weg zurück verlief in weiten Teilen durch den Wald. Wir sind oben am Elbhang gefahren, jetzt ist mir auch klar, warum es hohes Elbufer heißt – es ist fast steilküstenmäßig hoch und ziemlich abschüssig, wir sind auf dem ersten Stück einen recht schmalen Wanderweg gefahren, der sich nur bedingt zum Radfahren eignete, zudem war der Blick auf die Elbe größtenteils durch die Bäume versperrt. Ein kleiner Lenkfehler wäre hier schon ein wenig gefährlich…Leider habe ich die schönen Strandstellen direkt an der Elbe in Schnakenbek (Abstecher vom Alten Sandkrug) verpaßt. Wandern ist hier teilweise empfehlenswerter als Radfahren, da es schöne schmale Wanderwege direkt an der Elbe gibt. Auch im Winter ist es sicher schön hier, wenn die dann unbelaubten Bäume den Blick auf die Elbe freigeben. Nur ein paar kleine Ausblicke gibt es – auf ergonomisch geformten Liegen kann man sie genießen..P1020791P1020793TespeP1020795P1020801
Alter Sandkrug – historische Elbüberquerung

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Artlenburg – Kirche und MühleP1020810Querung des Elbe-SeitenkanalsP1020813
Der Weg verläuft teilweise an der Deutschen Storchenstraße (Artlenburg, Hohnsdorf)P1020818
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P1020823Vor LauenburgP1020827
Blick auf LauenburgP1020830
Kunst mit Steinen und Silberbesteck in LauenburgP1020838P1020844Hohes Elbufer, Rückweg nach Geesthacht am hohen Elbufer