Erste Begegnungen mit Niederländisch

Gestern habe ich an einem sechsstündigen Kurs der VHS Hamburg „Einführung in die niederländische Sprache“ teilgenommen.

Ich kann jetzt immerhin formell und informell grüßen, mich kurz vorstellen, ein paar Fragen stellen, im Restaurant etwas bestellen, kenne ein paar grammatikalische Regeln, ein paar Zahlen und das Alphabet.

Die Teilnehmer bestanden aus einem gemischten Haufen mit unterschiedlichen Motivationen (Reisen, weil die Sprache lustig ist, eventuell dort studieren und auswandern, und eine Sprachlehrerin wollte wissen, wie es sich anfühle, eine Sprache neu zu lernen). Die weibliche Fraktion war deutlich in der Überzahl, nur ein Mann unter acht Frauen, wie so oft beim Thema Sprachen.

Aussprachemäßig sind im Niederländischen ziemliche Fallen vorhanden. Man muß gewaltig aufpassen, die Aussprache erwies sich schwerer als gedacht: Goedemorgen spricht man erstaunlicherweise „chuddemorchen“ aus. Eine Erkältung helfe, meinte die Lehrerin. Wir haben gelernt, daß „Muet kunnen“ ein wichtiger Ausspruch ist, wer sich hinter Bob verbirgt und daß „hartstikke mue“ furchtbar müde heißt. Weiterhin sorgte das Wort „talenknobbel“ für reichlich Gelächter..

Einige gaben lustige Erlebnisse mit der Sprache zum besten. Der Mann erzählte, daß das Vorlesen der Aufschrift einer Schachtel „met opgeklopte room“ (Schlagsahne), eine stressige Situation sofort entspannte. Auch das Schild auf einem Parkplatz mit dem Zusatz „ledig“ sorgte für Erheiterung. Sollte anzeigen, daß freie Parkplätze vorhanden sind. Eine Teilnehmerin zitierte ein Plakat: „Ongewild zwanger, wat nu?“

Einen Videotip Hape Kerkeling als Königin Beatrix („lekker Mittagessen“) und Buchtips gab es auch: Mordsgouda und auf Heineken könn wir uns eineken.
Das hier habe ich schon erstanden, weil mir das Titelbild und der Titel so gut gefiel und es Satire ist: Holland speciaal – eine wacker Landeskunde über wakker Nederland. Irgendwie habe ich den Eindruck, daß fast alle Bücher über Holland einen satirischen Einschlag haben 🙂

Auch der Unterschied zwischen Holland und den Niederlanden wurde erhellt: Auf den Ausdruck Holland für die Niederlande reagieren manche  Niederländer empfindlich, vor allem Leute aus dem Süden und Nordosten des Landes. Offiziell heißt das Nachbarland die Niederlande, umgangssprachlich aber ist in Deutschland „Holland“ üblich. Holland bildet aber nur einen Teil des Landes, es sind nur zwei von zwölf Provinzen. In der Geschichte hatten die Holländer immer den größten politischen Einfluß im kleinen Land. Wenn also von Holland die Rede ist, erinnert das die Bewohner der übrigen zehn Provinzen an diese ehemalige Hegemonie.

Die Niederländer nennen ihr Land auch Kikkerlandje. Das soll soviel wie „Kleines Land der Frösche“ heißen, bezogen auf die relativ kleine Landmasse.frosch

Auch Linktips gab es:
Ein kostenloses Lexikon auf : www.vandale.nl
Niederländisch lernen: www.uitmuntend.de
und den buurtal.blog, den ich ja auch schon gefunden hatte.

Fazit: Wer sich für Niederländisch und die Niederländer interessiert, ist genau richtig in so einem Kurs.

 

 

 

 

 

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Harderwijk

P1000485In einem bei booklooker erstandenen Prospekt und Plan von Holland aus dem Jahre 1964 habe ich den Ort Harderwijk gefunden. Unter der Beschreibung ist ein nettes Foto zweier Grazien, die den Aufenthalt an der See genießen. Diesen Ort werde ich dann mal in meine Planung integrieren, weil im Prospekt von einem „breiten, weißen Sandstrand“ die Rede ist, der „unter den vielen Attraktionen Harderwijks einen bedeutsamen Platz einnimmt“. Zudem ist von „geräumigen Terrassen des Teehauses“ die Rede, die „dem Besucher eine ungehinderte Aussicht auf die See und den zum Strand gehörenden beispiellosen Vergnügungspark bieten“. Na mal sehen, ob das immer noch so ist. Für den Strand nehme ich aber sogar den Vergnügungspark in Kauf.

Zudem kann man „einstündige Bootsausflüge“ von Harderwijk unternehmen (zumindest im Jahr 1964) und Tagesausflüge nach Volendam und Lelystad machen.

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